Das Projekt

Ein häufiger Vorwurf an die akademische Welt: im "Elfenbeinturm" zu sitzen, elitär zu sein, isoliert, überflüssig, zu teuer, abgehoben und weit entfernt von den Meinungen, Wünschen und Nöten der "realen" Welt.

Wir wollen zeigen, dass das nicht so ist. Und Berlin und seine Kieze bieten eine einzigartige Möglichkeit dazu. Hier können sich Menschen kennen lernen und mit Nachbarn in Kontakt treten. Diese urbanen Strukturen wollen wir für unser Projekt nutzen.

Wissenschaftler*innen und Nicht-Wissenschaftler*innen sollen im öffentlichen Raum zusammen kommen, sich zuhören und miteinander diskutieren.

Dies soll am 14. April 2018 zeitgleich an unterschiedlichen Orten in Berlin stattfinden.

Symbol der "Kieznerds" ist der Stammtisch, ein lockeres Zusammentreffen von 2 bis etwa 20 Personen, die über ein Thema diskutieren, reden, lachen und sich auf Augenhöhe begegnen.



Was brauchen wir?

1) Dich

(Wir wählen hier das "Du", weil wir als "Kieznerd"-Gemeinde eher informell kommunizieren. Das bedeutet keinesfalls, dass wir den Wissenschaftler*innen nicht den nötigen Respekt entgegenbringen und sie nicht ggf. auch mit "Professor*in" ansprechen würden.)

Du bist aktiv in Wissenschaft und Forschung.

Alle Themen und Forschungsgebiete sind gefragt: Naturwissenschaften, Sprachen, Geschichte, Jura, alles … Interessant ist zu hören, warum Du ausgerechnet diese Wissenschaft gewählt hast.

Auch Studierende und angehende Wissenschaftler*innen können ein "Kieznerd" werden. Allerdings sollten Erfahrungen im Präsentieren der eigenen wissenschaftlichen Arbeit unbedingt vorhanden sein. Auch pensionierte Wissenschaftler*innen, Forschende in Elternzeit, im Sabbatjahr etc. sind alle willkommen, aber ihr solltet auf dem neusten Stand Eures Forschungsgebietes sein.

Du solltest Deutsch sprechen können. Natürlich kann es auch Angebote auf Englisch geben. Wir wollen diese aber nur an sehr wenigen Standorten anbieten und diese auch gesondert kennzeichnen.

2) einen Ort

Wir brauchen in Deinem Kiez eine Kneipe, ein Café, einen Gemeinderaum, ein Sporttreff o. ä., an dem am 14. April (einem Samstag) möglichst viele Menschen zu erwarten sind, die Dich dann treffen können. Dies kann morgens zum Brunch sein oder abends zum Bier, Hauptsache es passt zum Publikum und dem Ort.

Diesen Ort musst Du nicht allein suchen – wir helfen Dir gern dabei. Tipps sind allerdings sehr willkommen.



Und dann?

Melde dich bei uns über E-Mail: kieznerds@gmail.com, Twitter: @kieznerdsberlin oder über unser Anmeldeformular (link) und gib uns Ort, Uhrzeit und Thema an.

Wir koordinieren und organisieren berlinweit das Event, stellen Infomaterial, helfen bei Öffentlichkeitsarbeit, geben Pressemitteilungen heraus, knüpfen Kontakte, lösen Probleme und stehen mit Rat und Tat zur Seite.

Jeder bestätigte Treffpunkt wird auf unserer Karte dargestellt.



Was muss ich genau am 14. April machen?

Maximal 10 Minuten reden, präsentieren, begeistern, anschließend das Publikum aktiv in einen Gedankenaustausch einbeziehen und zur Diskussion motivieren.

Ob und welche Materialien Du verwendest, ist ganz Deine Entscheidung und hängt natürlich stark von deinem Präsentationsort ab.

Stifte und Papier auf dem Tisch zum Rumkritzeln, selbstgebastelte Modelle, kleinere Anschauungsgegenstände oder elektronische Medien jeglicher Art könnten sich eignen. Aber vielleicht genügt auch Deine eigene Persönlichkeit!

Denk bitte daran: es ist kein Fachpublikum. Rede kurz, verständlich und unterhaltsam und benutze bitte nicht zu viele Fachbegriffe.

Am besten, Du überlegst Dir einige Fragen, die DU anschließend selbst dem Publikum stellt. Nicht als “Prüfung” über das eben Gehörte sein, sondern als Einstieg in ein Gespräch, um mögliche Hemmungen abzubauen. Gut könnte beispielsweise sein, einen Bezug zwischen Deinem Thema und dem Alltag herzustellen oder auch ein als kontrovers empfundenes Thema aus Deinem Forschungsbereich aufzugreifen.



Muss ich das alles alleine machen?

Nein, natürlich nicht.

Ihr könnt gerne zu zweit oder als Team zum Treffpunkt gehen.

Sprecht Euch untereinander ab, verteilt Eure Rollen und achtet darauf, weder zeitlich noch von der Personenanzahl den Rahmen zu sprengen.

Eine ganze Forschungsabteilung mit 30 Personen in einer Kneipe vor einem Zwei-Personen-Publikum könnte unangenehm werden für alle Beteiligten!



Klappern gehört zum Handwerk!

Verbreite Datum, Uhrzeit und Ort Deines Auftrittes und die Idee der Kieznerds-Aktion so weit, so viel und so oft wie es geht.

Bitte ebenfalls die Betreiber deines Auftritt-Ortes, für die Aktion Werbung zu machen.

Und vergesst nicht: ein Bier, eine Apfelschorle, ein Stück Kuchen, ein Kaffee pro Besucher sollte mindestens für den Wirt oder die Wirtin “rausspringen” - die explizite Aufforderung zum Konsum sollte bei Eurer Einleitung also nicht fehlen.



Teilnahmeformular für Wissenschaftler*innen

Anregungen? Fragen? Kritik? Gern!